Welches Lied summen Sie gerade?

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BORN TO BE FREE : ein geileres Privat-Leben mit einem Business, dass Sie erfüllt, finanziell frei und glücklich macht.

Die Frage ist ernst gemeint. Nicht, welches Lied gerade im Radio läuft. Ich meine den Song, den Sie vor sich hin summen, wenn niemand zuhört. Auf dem Weg zum Auto. Beim Kaffee am Fenster. Oder beim Aufräumen in der Werkstatt, wenn die anderen längst zu Hause sind.

Fällt Ihnen einer ein?

Mir geht es bei dieser Frage nicht um Musikgeschmack. Ich möchte wissen, ob neben all den Dingen, die Sie täglich erledigen, noch Platz ist für etwas, das einfach Freude macht. Für einen Moment, in dem Sie nicht planen, entscheiden oder ein Problem lösen müssen.

Sie haben sich einmal selbstständig gemacht, weil Sie etwas Eigenes schaffen wollten. Vielleicht wollten Sie beweisen, dass es auch anders geht. Vielleicht wollten Sie gut verdienen und unabhängig sein. Und ganz sicher hatten Sie nicht vor, Ihr Leben irgendwann nur noch zwischen Büro, Auto und dem nächsten dringenden Anruf zu verbringen.

Trotzdem ist genau das bei vielen Geschäftsinhabern passiert. Der Betrieb ist gewachsen. Mitarbeiter kamen dazu, Kunden wurden größer, die Verantwortung auch. Irgendwann war es normal, sonntags schon an Montag zu denken. Normal, beim Abendessen kurz ans Telefon zu gehen. Normal, im Urlaub „nur eben schnell“ etwas zu klären.

Ich weiß, wie leicht man sich daran gewöhnt. Schließlich ist immer etwas zu tun. Und wenn man Verantwortung trägt, lässt man andere nicht einfach hängen. Das ist eine gute Haltung. Bis aus der Bereitschaft, sich zu kümmern, eine Dauerschicht wird, die niemand mehr hinterfragt. Nicht einmal man selbst.

Das Tückische daran: Von außen kann alles prima aussehen. Die Aufträge sind da, die Löhne werden bezahlt, die Zahlen stimmen einigermaßen. Sie haben etwas aufgebaut. Darauf dürfen Sie stolz sein. Aber wie geht es eigentlich dem Menschen, der das alles möglich macht?

Ich denke dabei auch an die Menschen, die zu Hause auf Sie warten. Die irgendwann gar nicht mehr fragen, wann Sie kommen, weil sie die Antwort schon kennen. Die vom Tag erzählen, während Sie im Kopf noch eine Reklamation lösen. Niemand muss Ihnen dafür einen Vorwurf machen. Aber gemeinsam verpasste Stunden lassen sich später nicht nachbestellen. Auch nicht mit einem besonders guten Jahresabschluss.

Wann haben Sie sich zuletzt über einen ganz normalen Dienstag gefreut? Nicht über einen gewonnenen Auftrag oder eine gute Bilanz. Sondern darüber, dass Sie am Nachmittag Zeit hatten. Dass Sie jemandem wirklich zuhören konnten. Dass Sie nach Hause kamen und nicht erst eine Stunde gebraucht haben, um innerlich anzukommen.

Das Leben ist zu kurz, um ständig auf den Zeitpunkt zu warten, an dem endlich alles erledigt ist.

Diesen Zeitpunkt gibt es im Unternehmen nicht. Ist ein Problem gelöst, taucht das nächste auf. Ist ein Ziel erreicht, steht schon das nächste auf dem Zettel. Wenn Ihre freie Zeit immer erst danach beginnen darf, wird sie verdammt oft verschoben.

Mein Lied kennen Sie: „Born to be free“. Für mich ist das keine hübsche Zeile auf einem Plakat. Freiheit heißt nicht, seine Firma im Stich zu lassen. Sie heißt, eine Firma so zu führen, dass nicht jede Entscheidung und jede Kleinigkeit bei einem selbst landet. Ein Betrieb darf erfolgreich sein, ohne dass sein Inhaber rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Das fängt nicht mit der großen Revolution an. Vielleicht erst einmal mit einer Stunde, in der das Telefon bewusst liegen bleibt. Mit einer klaren Entscheidung, die künftig jemand anders treffen darf. Mit der Frage an einen Mitarbeiter: „Was würden Sie an meiner Stelle tun?“ Und dann mit dem Mut, dessen Antwort auch gelten zu lassen.

Klingt unspektakulär? Ist es vielleicht. Aber genau solche Veränderungen machen aus guten Vorsätzen wieder echte Nachmittage. Zeit mit der Familie. Ein Gespräch, bei dem Sie nicht auf die Uhr schielen. Einen Spaziergang ohne schlechtes Gewissen. Oder Musik, die Sie so laut aufdrehen, dass Sie den Refrain nicht mehr nur im Kopf haben.

Ich behaupte nicht, dass sich ein über Jahre gewachsener Betrieb mit einem ausgeschalteten Handy umbauen lässt. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, Vertrauen und manchmal unbequeme Gespräche. Aber man muss irgendwann anfangen. Nicht erst nach dem nächsten guten Quartal. Nicht erst, wenn alle anderen zufrieden sind.

Vielleicht ist heute Abend so ein Anfang. Gehen Sie nach Hause. Suchen Sie einen Song aus, den Sie früher geliebt haben. Drehen Sie ihn auf. Und fragen Sie sich beim Hören, wofür Sie sich die ganze Arbeit eigentlich einmal vorgenommen haben.

Sie dürfen Ihren Betrieb lieben. Nur Ihr Leben sollten Sie dabei nicht vergessen. BORN TO BE FREE heißt: Es geht nicht um weniger Arbeit oder weniger Stress sondern um ein geileres Privat-Leben mit einem Business, dass Sie erfüllt, finanziell frei und glücklich macht.

Welches Lied summen Sie gerade?

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Love, Peace, Rock n Roll
TK