Wenn sich ein Produkt nicht verkauft, ist das kein Zufall – es ist ein Signal

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Business Rock n Roller, seinen Sie der Bandleader
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Es gibt immer einen Grund, warum im Business etwas nicht funktioniert. Immer. Wenn sich ein Produkt „einfach nicht verkauft“, dann ist das nicht Pech, nicht Merkur rückläufig und auch nicht „der Markt“. Es ist ein Signal. Und meistens ist es ein verdammt lautes.

Viele Unternehmer reagieren auf dieses Signal wie auf ein schiefes Gitarrensolo: Sie drehen hektisch am Verstärker rum. Preis runter. Neues Logo. Andere Farben. Mehr Posts. Noch ein Flyer. Noch ein Rabatt.

Und trotzdem: Stille im Warenkorb oder bei den Bestellungen.

Das Problem ist nicht, dass Sie zu wenig drehen. Das Problem ist, dass Sie am falschen Verstärker drehen.

Der wichtigste Perspektivwechsel: Verkauf ist das Ergebnis – nicht der Startpunkt

Wenn ein Produkt nicht läuft, gibt es fast immer einen Engpass in Ihrer „Band“:

  • Der Song (Angebot) trifft nicht ins Herz des Publikums (Zielgruppe).
  • Der Refrain (Nutzen) ist nicht mitsingbar.
  • Die Bühne (Vertrauen) wackelt.
  • Der Ticketverkauf (Sales-Prozess) ist chaotisch.
  • Oder der Frontmann (Fokus) ist nicht präsent.

Lassen Sie uns den Nebel wegblasen. Hier kommt mein 5-Gründe-Check – die Reihenfolge ist entscheidend.


1) Das Problem ist nicht glasklar (und keiner merkt, dass er Sie braucht)

Wenn Ihr Kunde nicht in 3 Sekunden versteht, welches Problem Sie lösen, ist das Angebot tot – bevor es überhaupt atmen kann.

Testfrage:
Kann ein Außenstehender nach einem Satz von Ihnen sagen: „Ah! Das hilft mir bei X“?

Wenn Ihre Antwort ist: „Naja, es ist ein bisschen komplex…“ – dann ist es nicht komplex. Dann ist es unklar.

Fix:
Formulieren Sie das Problem als Satz, den Ihr Kunde selbst sagen würde:
„Ich verliere zu viel Zeit mit …“
„Ich habe Angst vor …“
„Ich weiß nicht, wie ich …“


2) Der Nutzen ist nicht spürbar (kein Refrain, den man mitsingt)

Viele Angebote beschreiben Features. Kunden kaufen Ergebnisse.

„Beratung“, „Coaching“, „System“, „Konzept“ – alles nett. Aber der Kunde fragt:
Was ist danach besser? Was habe ich konkret gewonnen?

Fix:
Nutzen in einem Satz:
„Nach 14 Tagen haben Sie …“
„Sie gewinnen pro Woche … Stunden zurück.“
„Sie reduzieren … Kosten um … %.“
„Sie bekommen … Anfragen pro Monat – planbar.“

Wenn es nicht messbar ist, machen Sie es fühlbar:
„Endlich wieder ruhig schlafen, weil Sie wissen: Es läuft.“


3) Es fehlt der Beweis (ohne Vertrauen keine Zugabe)

Kunden sind nicht „skeptisch“. Sie sind vernünftig. Sie wollen Sicherheit.

Ohne Beweise bleibt Ihr Angebot ein Versprechen im Nebel. Und Nebel verkauft nicht.

Beweis-Arten, die sofort wirken:

  • 1–3 Kurz-Testimonials (echt, konkret, mit Ergebnis)
  • Vorher/Nachher (Zahlen, Zeit, Chaos → Struktur)
  • Mini-Case: „So war’s – so haben wir’s gelöst – das kam raus“
  • Screenshots (Anfragen, Bewertungen, Ergebnisse)
  • Garantie (nicht riskant formuliert, sondern smart)

4) Das Angebot ist zu kompliziert („KI-Song“ ist kein Hit)

Viele Unternehmer packen alles rein, weil sie zeigen wollen, wie gut sie sind. Ergebnis: Der Kunde versteht nichts – und kauft nichts.

Ein Angebot braucht nicht mehr Inhalt. Es braucht mehr Klarheit.

Fix:

  • Ein klarer Einstieg (z. B. „Analyse“, „Check“, „Kickstart“)
  • Ein klares Kernpaket (das Ergebnis)
  • Optional: ein Upgrade (nicht zehn Optionen)

Wenn ein Kunde erst „studieren“ muss, um zu verstehen, was er kaufen soll, ist er weg.


5) Der Verkaufsweg ist kaputt (Sie haben keinen Ticketverkauf, Sie haben Hoffen)

Selbst ein gutes Angebot verkauft sich nicht, wenn der Weg dorthin ein Irrgarten ist.

Typische Killer:

  • Keine klare Handlungsaufforderung
  • Zu viele Kanäle, keine Linie
  • Anfragen versanden (keine Reaktionszeit, kein Follow-up)
  • Kein System von Interesse → Gespräch → Angebot → Abschluss

Fix:
Ein einfacher Pfad:

  1. Aufmerksamkeit (ein Thema, ein Schmerz)
  2. Vertrauen (Beweis + klare Positionierung)
  3. Gespräch/Checkout (ein nächster Schritt)
  4. Follow-up (nachfassen, nachfassen, nachfassen)

Mini-Übung: Der 10-Minuten-Engpass-Check

Nehmen Sie Ihr Produkt und beantworten Sie ehrlich:

  • Welches Problem lösen wir – in einem Satz?
  • Welches Ergebnis liefern wir – in Zahlen oder Bildern?
  • Welcher Beweis zeigt das?
  • Wie kauft man es – in einem Schritt?
  • Was passiert nach „Ich hab Interesse“ – exakt?

Wenn Sie bei einer Frage stolpern: Da ist der Grund. Kein Drama – nur ein Engpass.

BRR-Fazit: Geben Sie wieder den Takt vor

Ihr Produkt verkauft sich nicht, weil irgendwo in Ihrer Band ein Instrument falsch eingestellt ist. Und das ist gute Nachricht: Man kann es einstellen. Präzise. Systematisch. Rock’n’Roll – aber mit Taktstock.

Wenn Sie wollen, mache ich mit Ihnen den 5-Gründe-Check als kurzer Klartext-Call. Schreiben Sie „GRUND“ – und wir finden den einen Hebel, der bei Ihnen gerade alles blockiert.