Es gibt einen Satz, den ich seit dreißig Jahren höre. Fast immer von Leuten, denen es nach außen blendend geht.
„Mein Business läuft. Aber es frisst mich auf.“
Der Umsatz stimmt. Das Team steht. Die Auftragsbücher sind voll. Und trotzdem geht sonntagabends das Telefon. Im Urlaub laufen die Mails mit. Jede Entscheidung, die zählt, landet auf demselben Schreibtisch. Ihrem.
Von außen sieht das nach Erfolg aus. Von innen fühlt es sich an wie eine Schicht, die nie endet.
Das Verrückte daran: Das ist kein Zeichen dafür, dass Sie schlecht führen. Es ist meistens das Gegenteil. Sie sind gut. Sie sind schnell. Sie entscheiden richtig. Und genau deshalb kommt alles zu Ihnen zurück.
Ich habe dreißig Jahre eigene Betriebe hinter mir. Mit Partnern und allein. Für Disney, ProSieben, große Verlage – und für den Handwerksbetrieb um die Ecke. Ich habe beide Seiten erlebt: den Laden, der an mir hing, und den, der ohne mich lief. Der Unterschied zwischen beiden ist kleiner, als Sie denken. Und er entscheidet alles.
Warum ich das jetzt zum Thema mache
Ab morgen schreibe ich hier jeden Tag über diese eine Sache. Drei Wochen lang. Jeden Tag ein Beitrag, jeden Tag ein kurzes Video.
Keine Tipps-Sammlung. Kein Motivationsprogramm. Ein Thema, von allen Seiten, bis es sitzt.
Warum Ihr Team ständig nachfragt, obwohl Sie längst delegiert haben. Wie viele Stunden der Feuerwehrmodus Sie tatsächlich kostet – die Zahl überrascht die meisten. Was Sie eigentlich übergeben müssen, wenn Sie eine Aufgabe abgeben. Und warum ein einzelner guter Rat Ihr Problem nicht löst.
Wenn Sie in den letzten Absätzen mehrfach genickt haben, lohnt es sich, in den nächsten drei Wochen hier reinzuschauen.
Und am Ende: drei Abende
Am 22., 23. und 24. September mache ich etwas, das ich lange nicht gemacht habe.
Drei Abende live über Zoom. Jeweils 19 Uhr, jeweils 90 Minuten.
Dienstag, 22.9. – Wo hängt Ihr Unternehmen zu stark an Ihnen? Wir gehen fünf Bereiche durch. Sie gehen mit einer konkreten Liste raus, nicht mit einem Gefühl. Die meisten Inhaber tippen vorher auf zwei Bereiche und finden am Ende fünf.
Mittwoch, 23.9. – Warum das Team trotz Delegation zurückkommt. Es gibt drei Gründe dafür. Alle drei haben mit Ihnen zu tun, keiner mit Ihren Leuten. Und alle drei lassen sich abstellen.
Donnerstag, 24.9. – Ihr 7-Tage-Entlastungsplan. Sieben Schritte, einer pro Tag, jeder konkret genug, dass Sie ihn am Freitag danach umsetzen können. Nichts davon ist spektakulär. Alles davon merkt Ihr Team.
Kein Countdown. Kein Bonusstapel. Keine Aufzeichnung – wer dabei ist, ist dabei.
Für wen das ist. Und für wen nicht.
Für Sie, wenn Sie ungefähr zehn bis fünfzig Mitarbeiter haben, der Betrieb läuft, Sie die Verantwortung tragen und seit einer Weile merken, dass zu viel über Ihren Schreibtisch geht.
Nicht für Sie, wenn Sie ohne Team arbeiten – das ist ein Auslastungsproblem, kein Führungsproblem. Auch nicht, wenn Ihr Betrieb gerade ums Überleben kämpft; dann brauchen Sie Liquidität und keinen Führungsumbau, und ich sage Ihnen das lieber jetzt als am dritten Abend. Und nicht, wenn Sie einen Motivator suchen. Ich bin 64 und werde Sie nicht anfeuern. Ich werde Ihnen sagen, was ich sehe.
Warum umsonst?
Faire Frage. Ich beantworte sie lieber selbst, bevor sie jemand denkt.
Ich bin 64. Haus abbezahlt, zwei Wohnungen vermietet, drei feste Mitarbeiter, die Betriebe laufen. Ich arbeite unregelmäßig und schon lange keine acht Stunden am Werktag. Ich brauche keine neuen Kunden, um meine Rechnungen zu bezahlen.
Ich mache diese drei Abende, weil ich danach mit ein paar wenigen Leuten weiterarbeiten möchte. Nicht mit vielen. Mit denen, bei denen ich sicher bin, dass es funktioniert. Und um das zu wissen, muss ich Sie erlebt haben – und Sie mich. Ein Verkaufsgespräch leistet das nicht. Drei Abende schon.
Was das für Sie bedeutet: Ich muss Ihnen an diesen Abenden nichts verkaufen. Also kann ich Ihnen sagen, was Sache ist. Auch wenn es lautet, dass Sie mich nicht brauchen. Das kommt vor, und ich sage es dann auch.
Was Sie jetzt tun
Nichts. Noch nicht.
Schauen Sie in den nächsten drei Wochen hier rein. Morgen fange ich an. Wenn Sie irgendwann das Gefühl haben, dass ich über Ihren Betrieb schreibe, wissen Sie, was zu tun ist.
Und wenn Sie jetzt schon dabei sein wollen: Schreiben Sie CHEFTEST in die Kommentare. Dann bekommen Sie den Zugang von mir persönlich.
Morgen geht es los.
